Laserbehandlung an der Haut
Lasertherapiezentrum Stuttgart

Laserlicht und seine Funktion
Im Gegensatz zum Sonnenlicht oder künstlichem Licht aus Glühlampen besteht das Laserlicht nicht aus einem Gemisch vieler Wellenlängen, sondern nur aus einer einzigen Wellenlänge. Diese Eigenschaft ermöglicht es, mit einem Laserstrahl genau definierte Strukturen im menschlichen Körper gezielt zu treffen und schonend zu behandeln.
Neueste Lasertechnologien bieten im medizinischen Bereich weitgehende Möglichkeiten, die vor kurzem noch völlig undenkbar waren. Inzwischen sind spezielle Laser verfügbar, die mit hervorragenden Ergebnissen auch in der ästhetischen Chirurgie eingesetzt werden, vor allem bei:
Lasertypen & Indikationen
Am Lasertherapiezentrum stehen ihnen die modernsten Lasertechnologien zur Verfügung. Folgende Laser kommen unter anderem zum Einsatz:
Affirm-Laser (Faltenreduzierung und Hautverjüngung)
Der Affirm-Laser vereinigt die patentierte CAP-Technologie im mittleren Infrarotbereich und die Xenon Pulsed Light (XPL)-Technologie in einem System. Mit der CAP-Technologie lässt sich die Kollagenproduktion in den behandelten Hautarealen präzise stimulieren, um unter anderem die Hautglättung zu fördern. Die XPL-Technologie beseitigt effektiv Hautveränderungen, die häufig bei alternder Haut auftreten, etwa oberflächliches Pigment, Venen und Rosacea. Die Behandlung erfordert keine unangenehmen Gele oder Lotionen und ist durch spezielle Kühlung praktisch schmerzlos.
Durch seine Doppeltechnologie lassen sich mit dem Affirm-Laser Falten, Pigmentierungen, Venen und Rosacea besonders effektiv und schonend behandeln. Das Ergebnis ist eine sichtbar verjüngte Haut.
Anwendungsgebiete
Hautverjüngung, Faltenreduzierung, pigmentierte Läsionen, Licht induzierte Rötungen
Erbium-Yag-Laser (bei verschiedenen Hautveränderungen)
Die Energie des Erbium-YAG-Lasers wird an der Oberfläche der Haut absorbiert, so dass die Eindringtiefe wenige zehn bis einhundert Mikrometer beträgt. Dadurch lassen sich mit diesem Laser sehr präzise die obersten Schichten der Haut abtragen, ohne das umliegende Gewebe zu schädigen. Die Behandlung erfolgt punktförmig bis großflächig, wobei jeder Laserpuls dünnste Gewebeschichten abtragen kann. Je nach Lokalisation ist eine Lokalanästhesie des zu behandelnden Bereichs (z. B. am Augenlid) oder das Auftragen einer anästhesierenden Creme (z. B. am Kopf) vor der Behandlung empfehlenswert. Im Allgemeinen ist eine Laserbehandlung an Rücken, Armen und Beinen kaum schmerzhaft und kann ohne Betäubung erfolgen. Bei flächenhafter Behandlung kann es zu Rötungen und vereinzelt Schwellungen kommen, die im weiteren Verlauf abheilen. Etwa drei Monate vor und nach der Laserbehandlung sind Sonneneinwirkung und künstliche Bräunungsbestrahlung (z. B. Solarium) in den behandelten Arealen zu vermeiden, um Pigmentstörungen vorzubeugen.
Anwendungsgebiet
Xanthelasmen, Syringome, Talgdrüsenhyperplasien, Angiofibrome, aktinische Porokeratose (genetisch bedingte Verhornungsstörung), seborrhoische Warzen, solare Lentigines, Faltenbehandlung
Kohlendioxid-Laser (CO2-Laser) (bei altersbedingter Hautirritation)
Dieses Gerät zeichnet sich durch eine extrem kurze Einwirkzeit des Laserstrahls aus. Mit einem CO2-Laser lässt sich in Bruchteilen einer Sekunde die oberste Hautschicht verdampfen. Dies ermöglicht dem Arzt, diese Hautschicht abzutragen, ohne das umliegende Gewebe durch Hitzeeinwirkung zu schädigen.
Neben der Abtragung der obersten unebenen Hautschichten (Behandlung von außen) kommt es bei der Anwendung des gepulsten CO2-Lasers zu einem weiteren Effekt: Die Bindegewebsfasern der Haut ziehen sich zusammen und werden zur Regeneration angeregt. Die tieferen Gewebeschichten werden so gestrafft, die Haut wirkt wieder elastischer und jünger (Behandlung von innen).
Seine Wirkungsweise prädestiniert den Laser, störende Altersfalten, Alters- und Pigmentflecken sowie Alterswärzchen zu behandeln. Weitere Anwendungsgebiete sind Besenreiser, erweiterte Haarentfernung, Tätowierungen, Körperbehaarung, Flammenmale, Falten, tiefere Lachfalten, Aknenarben, Narben nach chirurgischen Eingriffen.
Die zu behandelnden Stellen werden örtlich betäubt, damit Sie während der Behandlung keine Schmerzen empfinden.
Gepulster Farbstofflaser (v.a. bei Gefäßveränderungen)
Der gepulste Farbstofflaser erlaubt die sehr gezielte Behandlung von Gefäßveränderungen. Sein Wirkprinzip liegt in der selektiven Photothermolyse, wobei der Laserlichtstrahl von Wasser, dem roten Blutfarbstoff und dem Farbstoff des Haares in Wärme umgewandelt wird. Dies führt zur Zerstörung der betroffenen Trägersubstanz. Wellenlänge und Impulsdauer werden dabei so angepasst, dass ausschließlich veränderte Gewebestrukturen behandelt, umliegendes gesundes Gewebe dagegen geschont wird.
Anwendungsgebiete
Gefäßveränderungen wie Feuermale, Blutschwämme, erweiterte Äderchen, Couperose, daneben sind gute Ergebnisse erzielbar bei der Behandlung von Besenreisern, Narben, Keloiden, Schwangerschaftsstreifen, Warzen und anderem mehr.
Langgepulster Nd:YAG-Laser (zur Haarentfernung, Besenreiser)
Der langgepulste ND:YAG-Laser ist das „Mittel der Wahl“ bei dauerhafter Haarentfernung sowie beim Entfernen von Besenreisern und anderen Gefäßerweiterungen. Auch bei der Behandlung von sonnengeschädigter Haut und feinen Falten lassen sich mit diesem Lasertyp zufrieden stellende Ergebnisse erzielen.
Bei der Behandlung sendet der Laser gerichtetes Licht einer bestimmten Wellenlänge auf eine Hautpartie. Zur dauerhaften Haarentfernung wird die Lichtenergie auf die Farbpigmente (Melanine) der Haare gerichtet. Sie wandeln die Lichtenergie in Hitze um, die wiederum von der Haarwurzel absorbiert wird. Steigt die Temperatur der Haarwurzel (Follikel) auf mehr als 68 Grad an, wird sie dauerhaft zerstört. Die gesamte Energie des Laserlichtes wird selektiv vom Melanin im Haarschaft und im Follikel absorbiert und entlang des Haarschaftes in die Tiefe geleitet. Durch die Energieaufnahme und thermische Aufheizung kommt es zu einer Zerstörung der direkt benachbart liegen Strukturen des Haarschaftes, was das erneute Haarwachstum und die Regenration der Haarwurzelzelle verhindert.
Anwendungsgebiete
Haarentfernung, Besenreiser, feine Falten
Tattoo-Laser neuester Generation
Vorrangig wird der Laser zur Entfernung von Laien- und Profitätowierungen sowie Schmutztätowierungen eingesetzt. Schwarze und blaue Tätowierungen lassen sich in der Regel mittels der Laser-Tattooentfernung der neuesten Generation vollständig entfernen.
Laientätowierungen benötigen bei Therapie mit dem Laser bis zur vollständigen Entfernung häufig vier bis sieben Behandlungssitzungen. Profitätowierungen erfordern aufgrund der höheren Pigmentdichte und Farbenvielfalt erheblich mehr Sitzungen (zwischen 8 und 12 Sitzungen). Bei mehrfarbigen Tätowierungen ist meist der Einsatz mehrerer Lasersysteme notwendig.
Typische Anwendungsgebiete:
Tätowierungen (Laien- und Profitätowierungen)
Multiplex-Laser (Pigmentveränderungen)
Im Multiplex-Laser sind ein lang gepulsten Farbstofflaser (PDL) und ein Hochenergie-Nd:YAG-Laser kombiniert. Die Wellenlängen der beiden Laser unterscheiden sich in Absorptionscharakteristika und Gewebepenetrationstiefe: der PDL hat eine geringere Eindringtiefe als der Nd:YAG-Laser. Wendet man beide Wellenlängen in kurzen Abständen hintereinander an, lässt sich das Behandlungsergebnis im Vergleich zu Behandlungen mit jeweils nur einer Wellenlänge verbessern.
So ermöglicht der Multiplex-Laser unter anderem bessere Behandlungsergebnisse bei Gesichtsteleangiektasien (erweiterten Kapillargefäßen). Das System eignet sich zudem für die Behandlung von Beinvenen und zur Anwendung bei Patienten mit behandlungsresistenten Gefäßmalen. Außerdem ermöglicht Multiplex die Behandlung von Läsionen, die vorher eine chirurgische Intervention erforderlich machten
Anwendungsgebiete
Erweiterte Kapillargefäße (Gesicht), Beinvenen, Läsionen
Fraktionierter CO2-Laser / Fraxel-Laser
Die Fraxel-Laser Behandlung ist ein relativ neues Verfahren in der ästhetischen Therapie. Es basiert auf der fraktionierten Fotothermolyse, bei der das energiereiche Laserlicht in unzähligen feinen Lichtsäulen auf eng umgrenzte Oberflächenareale der Haut abgegeben wird.
Die Lichtwellen des Laser durchdringen die oberste Hautschicht bis zur darunterliegenden Dermis. Dort verursachen sie kleinste Nekrosen, die wiederum den Heilungsprozess stimulieren: Die Hautdermis produziert frisches Collagen für junge Hautzellen. Diese neue Zellgeneration „wandert“ an die Hautoberfläche und verdrängt dabei ältere, veränderte Hautzellen. Die ältere Zellgeneration wird schuppend abgestoßen, das Ergebnis der Behandlung ist eine sichtbare Hautverjüngung.
Mit dem Fraxel-Laser wird die Hautoberfläche in der Regel mehrmals abgefahren. Ein Haupteinsatzgebiet sind alters- und sonnenbedingte Fältchen und Altersflecken. Die Methode wird auch bei Hautveränderungen wie großporiger Haut, bei Akne- oder Operationsnarben sowie bei Dehnungs- oder Schwangerschaftsstreifen angewendet.
Füllmaterialien
Eigenfett
Mit eigenem Fettgewebe lassen sich Falten, schmale Lippen, Narben und Augenringe sehr gut behandeln. Das körpereigene Füllmaterial wird dem Patienten an unauffälliger Stelle wie am Bauchnabel in lokaler Betäubung entnommen, steril aufbereitet und anschließend am gewünschten Ort wieder replantiert.
Diese Replantation kann prinzipiell überall im Unterhautgewebe erfolgen. Im Gegensatz zu Fremdmaterialen wie Hyaluronsäure ist Eigenfett leicht verfügbar und erfüllt oft langlebig seinen Zweck als Füllmaterial. Wiederholte Anwendungen können, bei erfolgreicher Transplantation, entfallen. Die Erfolgaussichten, dass transplantierte Fettzellen dauerhaft einwachsen sind sehr hoch.
Unerwünschte Nebenwirkungen kommen bei Eigenfett-Transplantationen nicht vor. So gibt es gegen eigenes Fettgewebe naturgemäß keine allergische Reaktion des Körpers.
Hyaluronsäure
Hyaluron-Präparate sind Gele aus nicht tierischer Hyaluronsäure, die in die Haut injiziert werden. Wie Polymilchsäure-Hydrogel eignet sich auch das Hyaluron-Gel dazu, Gesichtsfalten zu glätten und Lippen zu vergrößern.
Polymilchsäure
Eine Möglichkeit, Gesichtsfalten zu glätten, Lippen zu vergrößern oder Hohlwangen aufzupolstern, bietet ein Hydrogel aus Polymilchsäure, das in die Haut injiziert wird. Das Gel mit dem Markennamen Sculptura ist ein Implantat mit hoher Verträglichkeit, ist biologisch abbaubar und resorbierbar sowie immunologisch inaktiv. Letzteres bedeutet, dass eine Allergietestung vor Injektion nicht erforderlich ist.
Es besteht auch kein Ansteckungsrisiko, da keine Substanzen tierischen oder bakteriellen Ursprungs in Sculptura vorhanden sind.